Alfa-Interferon ist ein natürliches Glykoprotein, das der Körper zur Abwehr von Infektionen selber produziert. Beim rekombinanten Alfa-Interferon handelt sich um eine künstlich erzeugte Entsprechung des natürlichen Proteins. Rekombinantes Alfa-Interferon, das erstmals 1991 zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen wurde, hemmt die Vermehrung des Virus und stimuliert das Immunsystem zur Bekämpfung von Infektionen. Pegyliertes Interferon (plus Ribavirin) wird gegenwärtig zur bevorzugten Therapie für Hepatitis-C-Patienten. Der Vorgang der „Pegylierung“, bei dem das Alfa-Interferonmolekül durch eine PEG-Komponente ergänzt wird, welche die Ausscheidung des Medikaments wesentlich verlangsamt, dient der Steigerung der Wirksamkeit im menschlichen Körper. Durch die Pegylierung wird das Interferon von einem relativ kurzwirkenden Präparat zu einer Substanz mit Langzeitwirkung. Dadurch verlängert sich auch das Intervall zwischen den Injektionen. Statt drei Injektionen des Standard-Interferons verabreicht sich der Patient nur noch eine wöchentliche Injektion des pegylierten Interferons. |