Amplichip
Die Messung des individuellen Arzneimittelstoffwechsels
ebnet den Weg zur personalisierten Medizin

Der Arzneimittelstoffwechsel ist die chemische Veränderung eines Arzneimittels durch den Körper.
Manche Arzneimittel werden durch den Körper chemisch verändert (metabolisiert, verstoffwechselt). Dieser Prozess wird als Arzneimittelstoffwechsel bezeichnet. Die daraus hervorgehenden Substanzen können eine ähnliche oder eine unterschiedliche Wirkung wie der ursprüngliche Wirkstoff haben - oder auch gar keine.
Manche Arzneimittel, so genannte Prodrugs, werden in unwirksamer Form verabreicht, aber dann durch den Stoffwechsel in eine wirksame Form verwandelt. Die so entstehenden Metaboliten (Stoffwechselprodukte) weisen die gewünschten therapeutischen Wirkungen auf.
Die meisten Arzneimittel passieren die Leber, wo der Arzneimittelstoffwechsel zum Großteil stattfindet. Dort wandeln Leberenzyme Prodrugs in wirksame Metaboliten oder unwirksame Substanzen um. Die Gruppe der Zytochrom-P450-Enzyme stellt den Hauptmechanismus der Leber für die chemische Veränderung von Arzneimitteln dar. Durch die Menge der P450-Enzyme wird die Geschwindigkeit gesteuert, mit der zahlreiche Arzneimittel metabolisiert werden. Die Gene 2D6 und 2C19 enthalten die Informationen für die Herstellung dieser Enzyme.
Inwieweit bei einer Person Arzneimittel mit Hilfe dieser Enzyme verstoffwechselt werden, kann nun mittels AmpliChips gemessen werden. So lassen sich Patienten in langsame, eingeschränkte, extensive oder ultraschnelle Metabolisierer einteilen.

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