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Obwohl die Behandlung der Herzinsuffizienz eine Domäne der modernen Pharmakotherapie
darstellt, gilt es weitere bewährte konservative Maßnahmen auszuschöpfen. Dazu gehört auch die körperliche
Schonung unter stationären Bedingungen. Häufig stellt sich eine deutliche Besserung bereits durch Einhaltung
der Bettruhe in Oberkörperhochlagerung ein. Weiterhin ist besonders bei Ödemen auf eine kochsalzarme
Diät (weniger als 3g/Tag) und eine Trinkmengenbilanzierung zu achten. Je nach Schweregrad und Körpergewicht
ist die tägliche Trinkmenge auf 1-1,5 Liter zu begrenzen. Bei zusätzlichem Übergewicht ist eine dauerhafte
Gewichtsreduktion unerlässlich.
Für die medikamentöse Therapie der chronischen
Herzinsuffizienz gibt es unterschiedliche Medikamente. Einige verbessern nachweislich die Prognose,
andere verbessern nur die Symptome.
Prognose
verbessern - ACE-Hemmer
Blockieren
die Wirkung des körpereigenen Proteins ACE, das für die Herstellung des Hormons Angiotensin-II (AT-II)
verantwortlich ist. AT-II verengt die Blutgefäße und hält den Blutdruck hoch. Durch die Verringerung
der AT-II-Konzentration im Körper bleiben die Blutgefäße auf Dauer erweitert und der Blutdruck sinkt.
Das Herz muss gegen einen geringeren Widerstand arbeiten und wird entlastet.
Zudem können sie einen krankhaften Umbau des Herzmuskels verlangsamen. ACE-Hemmer verbessern die Prognose
der Herzinsuffizienz und sind gut verträglich. Häufig tritt Hustenreiz auf, der aber harmlos ist. - Angiotensin-II-Antagonisten
Wirken
ähnlich wie ACE-Hemmer und werden eingesetzt, wenn ein Patient keine ACE-Hemmer verträgt. - Beta-Blocker
Reduzieren
die Wirkung der Stresshormone (Katecholamine) am Herzen. Stresshormone werden bei Herzinsuffizienz vermehrt
ausgeschüttet und können zu Herzrhythmusstörungen führen. Betablocker verbessern die Prognose, da sie
lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen vorbeugen. - Diuretika
Spezielle
harntreibende Medikamente (Aldosteron-Antagonisten) verbessern die Prognose bei fortgeschrittenem Stadium.
Die genaue Wirkungsweise ist bisher unklar.
Beschwerden
reduzieren
- Diuretika
Harntreibende Medikamente
befreien den Körper von eingelagerter, überschüssiger Flüssigkeit und reduzieren so die Belastung von
Herz und Gefäßen. Luftnot oder Wasseransammlungen an den Knöcheln werden reduziert. - Digitalispräparate
(Glykoside)
Digitalis (Fingerhutextrakt) zählt zu den ältesten Mitteln. Zwar ist kein
lebensverlängernder Effekt nachweisbar, aber die Lebensqualität und Belastbarkeit der Patienten mit
Herzinsuffizienz bessern sich. Zudem dient Digitalis der Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern, einer
häufigen Herzrhythmusstörung.
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