Therapie
Wie wird Arteriosklerose behandelt?

Eine Arterienverkalkung ist zwar nicht heilbar, lässt sich aber durch vorbeugende Massnahmen vermeiden. Bislang sind keine Wirkstoffe bekannt, die vorhandene Verkalkungen beseitigen und die starren Gefässwände wieder elastisch machen können.

Das Fortschreiten der Arteriosklerose lässt sich aber deutlich verlangsamen, indem man die Risikofaktoren durch Änderung der Lebensweise oder medikamentös beeinflusst. Im Frühstadium sind Rückbildungen von Plaques durch eine cholesterinsenkende Diät und regelmässiges körperliches Training möglich.


Medikamentöse Behandlung

  • Lipidsenker: Eine Senkung der Blutfettwerte, vor allem des LDL-Cholesterins kann das Fortschreiten der Arteriosklerose bremsen.
  • Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes mellitus.
  • Aggregationshemmer: verhindern das Verklumpen der Blutplättchen und Anhaften von Blutplättchen an arteriosklerotisch veränderten Gefäßwänden


Chirurgische Massnahmen

  • Eine lebensbedrohliche Arterienverkalkung ist auch chirurgisch behandelbar. Die Wahl des Therapieverfahrens hängt von der Art und vom Ausmass der Verkalkung ab.
  • Ballonerweiterung (perkutane transluminale Angioplastie): Ein kleiner Ballonkatheter wird durch die Blutbahn bis an die verengte Stelle vorgeschoben und aufgeblasen. Das Gefäss erweitert sich und das Blut kann wieder frei fließen. Droht ein erneuter Gefässverschluss, wird ein kleines Drahtnetz (Stent) in das Gefäss eingebracht, um es offen zu halten.
  • Bypass (Umleiten der Blutbahn): Ein körpereigenes Gefäss oder eine Gefässprothese (meist aus Gore-Tex) wird von einer freien Arterie aus an der verengten Stelle vorbeigeführt und hinter der Verengung an das beschädigte Gefäss angenäht.

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